Tiny Houses im Trend: Mini, kompakt und trotzdem komfortabel und barrierefrei

Barrierefreier Bungalow von Regnauer
Ein barrierefreier Bungalow im Garten: das passende Zuhause zum Älterwerden. Foto: BDF/Regnauer

Tiny houses, in deutscher Sprache kleine Häuser, liegen im Trend. Sie sind eine beliebte Wohnlösung für Singles und Paare ohne Nachwuchs oder mit bereits dem Elternhaus entwachsenen Kindern. Ihr Wunsch ist ein kompaktes, gerne ökologisch und schlüsselfertig gebautes Zuhause mit kleinem Garten und praktischem Grundriss. „Moderne Fertighäuser entsprechen diesem Ideal sehr genau. Sie werden aus dem nachhaltigen Baustoff Holz errichtet und können auch auf kleiner Wohnfläche großen Komfort bieten“, sagt Christoph Windscheif vom Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF).

„Die Zeiten von ‚bigger is better‘ sind vorbei“, behauptet der Hausbau-Experte. Immer mehr Menschen entwickeln ein ausgeprägtes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein. Im Beruf wird ein Freizeitausgleich einem höheren Einkommen gerne vorgezogen, und beim Wohnen überwiegt spätestens in der zweiten Lebenshälfte das Motiv des Sich-Reduzierens gegenüber dem Anhäufen materieller Wertgegenstände. Größter Vorteil eines kleinen Gebäudes ist aber die deutlich erleichterte Suche nach einem passenden Bauplatz. Der kann nämlich auch auf einem ungünstig geschnittenen Restgrundstück oder sogar im eigenen Garten liegen.

Tiny House von Baufritz
Kleines Holz-Fertighaus mit Pultdach, Photovoltaikanlage und Terrasse. Foto: BDF/Baufritz

Genau in dieses Bild passt die „Tiny House“-Bewegung, die in den letzten Jahren ausgehend von den USA nach Deutschland überschwappte: Sich für ein kleines, womöglich sogar mobiles Haus zu entscheiden bedeutet, sich auf wesentliche Dinge zu beschränken, statt das Haus als Prestigeobjekt zu sehen.

Im Vergleich zu den USA steht dieser Trend in Deutschland erst am Anfang. Doch bei vielen Menschen auch hierzulande entsteht der Wunsch nach einem Mini- oder Kompakthaus mit 50 bis 100 Quadratmetern. Im Mittelpunkt eines solchen Hauses steht meist ein offener Wohnbereich mit Küche und Esstisch, einklappbarem Sekretär und Sofaecke sowie angrenzender Terrasse oder Veranda. Große Fensterflächen lassen das Hausinnere hell erstrahlen und optisch mit dem Garten verschmelzen. Rückzugsmöglichkeiten bieten das funktional gehaltene Schlafzimmer sowie ein Badezimmer, das trotz geringem Raumangebotes einen gewissen Wellness-Charakter bietet.

Typischerweise findet all dies in einem ebenerdigen, auf Wunsch barrierefreien Bungalow Platz. Aber auch ein kompaktes Dachgeschoss oder eine Teilunterkellerung für die Haustechnik sind problemlos möglich.

Barrierefreier Bungalow von Regnauer
Ein barrierefreier Bungalow im Garten: das passende Zuhause zum Älterwerden. Foto: BDF/Regnauer

Apropos Haustechnik: Die meisten Fertighäuser werden heute als besonders sparsame KfW-Effizienzhäuser realisiert. Sie werden mit moderner Heiztechnik und Lüftungsanlage sowie einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet. Umso geringer fallen schließlich die laufenden Energiekosten für das Haus aus.

Ein kleineres Haus erfordert naturgemäß weniger Kapitaleinsatz. Diese Ersparnis investieren gerade ältere Bauherren gerne in den Komfort einer schlüsselfertigen Bauausführung, einer fortschrittlichen Sicherheitstechnik oder einer dauerhaften Mobilität in den eigenen vier Wänden dank barrierefreier Wohnlösungen.

Über Markus Burgdorf 216 Artikel
Markus Burgdorf ist Journalist und PR-Berater im Bereich Immobilien. Seit vielen Jahren schreibt er über alles, was mit Immobilien zusammenhängt. Er wohnt selbst in einer ehemaligen Schule, die er mit seiner Partnerin zum Wohnen und Arbeiten umbaut.

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