Energiesparhäusern gehört die Zukunft

Doppelhaus von Invivo als Energiesparhaus oder Effizienzhaus konzipiert
Moderne Energiesparhäuser verursachen nur noch einen Bruchteil der Heizkosten, wie man sie von Bestandsbauten kennt. Als Effizienzhaus Plus produzieren die Häuser sogar mehr Energie, als sie verbrauchen. (Foto Invivo)

Fossile Energie wird immer teurer, ihre Lieferung mit der politischen Abhängigkeit von Förderländern immer unsicherer.

Für Bauherren gilt es deshalb weitgehende Entscheidungen zu treffen: Welche Heizkosten kann und will ich mir in Zukunft leisten? Wie wichtig ist mir die Unabhängigkeit von Störfällen? Wie wichtig ist mir die Unabhängigkeit von Lieferengpässen? Wie kann ich meine Heizkosten auf ein bezahlbares Maß heruntersetzen?

Unseriöse Hausanbieter nutzen diese Verwirrung gerne aus. Sie versuchen, potenzielle Kunden durch angeblich spektakulär niedrige Verbrauchswerte zu teuren Entscheidungen zu drängen.

Dagegen hilft nur eines: sich umfassend und unabhängig zu informieren. So hat beispielsweise die Infozentrale Massiv Mein Haus e.V. in ihrer neuen Broschüre „Massiv gebaute KfW-40-Effizienz- oder Passivhäuser“ viele Fachtipps zusammengefasst.

Die Bundesregierung hat bereits enge Obergrenzen für den Energieverbrauch festgelegt. Mit der Einführung der Energieeinsparverordnung ist ein relativ geringer Energieverbrauch heute schon Gesetz. Experten und viele Gemeinden fordern ein noch höheres Energiesparniveau.

Doppelhaus von Invivo als Energiesparhaus oder Effizienzhaus konzipiert
Moderne Energiesparhäuser verursachen nur noch einen Bruchteil der Heizkosten, wie man sie von Bestandsbauten kennt. Als Effizienzhaus Plus produzieren die Häuser sogar mehr Energie, als sie verbrauchen. (Foto Invivo)

Die Erfolge der Vorgaben sind beachtlich: Neubauten verbrauchen heute rund 80 Prozent weniger Energie als vor 40 Jahren. Gebäude, die den Vorgaben an KfW-40-Effizienzhäuser entsprechen, kommen im Jahr sogar mit rund 2 bis 3 Liter Heizöl pro Quadratmeter aus. Passivhäuser erfordern nur noch an extrem kalten Tagen eine Zusatzheizung. Als Folge achten potenzielle Käufer verstärkt auf einen niedrigen Heizwärme- und Primärenergiebedarf.

Experten gehen davon aus, dass sich in Zukunft nur noch Energiesparhäuser mit bezahlbaren Heizkosten am Markt zu einem akzeptablen Preis verkaufen lassen. Der Mehraufwand für eine energiesparende Bauweise hält sich bei Massivhäusern in Grenzen.

Weil Mauerwerk durch seine Wärmespeicherfähigkeit die Sonnenenergie besonders gut ausnutzt, sind bei einem Massivhaus Einsparungen von 10 % und mehr bereits durch die Größe und Ausrichtung der Fenster möglich. Neben zahlreichen Tipps zur Energieeinsparung bietet die Infozentrale weitere kostenlose Infobroschüren an, abzurufen unter www.bautipps.org.

Über Markus Burgdorf 210 Artikel
Markus Burgdorf ist Journalist und PR-Berater im Bereich Immobilien. Seit vielen Jahren schreibt er über alles, was mit Immobilien zusammenhängt. Er wohnt selbst in einer ehemaligen Schule, die er mit seiner Partnerin zum Wohnen und Arbeiten umbaut.

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