Fertighaus Branchenführer DFH rechnet im Geschäftsjahr 2015 erneut mit einem Umsatzrekord

Mit der Konzernentwicklung zufrieden: Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Fertighaus Holding AG (Foto: DFH)
Mit der Konzernentwicklung zufrieden: Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Fertighaus Holding AG (Foto: DFH)

Mit ihren vier Vertriebslinien massa haus, allkauf, OKAL und Ein SteinHaus profitiert die DFH Deutsche Fertighaus Holding AG besonders stark vom Trend zum nachhaltigen Fertighaus. Bereits 2014 hatte die DFH beim Umsatz erstmals die Marke von 300 Millionen Euro übertroffen. 2015 dürfte sich zu einem weiteren Rekordjahr für Deutschlands größtes Fertighausunternehmen entwickeln, der Umsatz liegt voraussichtlich bei annähernd 340 Millionen Euro. „Wir wachsen weiter und erweitern daher unsere Produktionskapazitäten sowie den Musterhauspark unser Vertriebslinien“, erklärt Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH.

Kontinuierlicher Umsatzanstieg bei DFH. Der Trend zu höherwertigen Eigenheimen und größerer Grundfläche erhöht den Durchschnittspreis pro Fertighaus (Grafik: DFH)
Kontinuierlicher Umsatzanstieg bei DFH. Der Trend zu höherwertigen Eigenheimen und größerer Grundfläche erhöht den Durchschnittspreis pro Fertighaus (Grafik: DFH)

Etwa 2.100 Häuser möchte die DFH im Gesamtjahr 2015 realisieren. Der Umsatz dürfte gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent zulegen. „Im Moment liegt unsere Umsatzrendite bei etwa 5,5 Prozent. Damit sind wir im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche ganz weit vorne und können zum Vorteil unserer Bauherren Innovationen vorantreiben“, erklärt Sapper. Dass der Gewinn 2015 vorsichtig geschätzt nur in etwa das Rekordniveau vom Vorjahr (18,6 Millionen Euro) erreichen wird, ist vor allem dem massiven Investitionsprogramm und damit verbundenen Anlaufkosten geschuldet.

Neue Zimmerei, neue Wandfertigungsstraße

Im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr wendet die DFH rund 15 Millionen Euro auf, um am Hauptsitz Simmern mit einer neuen Zimmerei und einer neuen Wandfertigungsstraße die Kapazitäten auszubauen. Die neue Zimmerei nimmt derzeit ihren Betrieb auf, die neue Wandfertigungsstraße soll bereits in wenigen Monaten voll ausgelastet sein. Statt bislang 1.500 können dann in Simmern bereits in Kürze mehr als 2.200 Häuser pro Jahr die Fertigung verlassen, sodass die DFH-Gruppe im nächsten Jahr zusammen mit dem tschechischen Standort Nezvěstice die Marke von annähernd 2.800 Häusern anpeilen kann.

Auch in Nezvěstice stockt die DFH auf. Dort ist bereits das Werksgelände in einem ersten Schritt um rund 14.000 Quadratmeter gewachsen. Weitere Investitionen sind 2016 vorgesehen.

Besondere Priorität hat für die DFH der Ausbau des Musterhausnetzes. Im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr sollen insgesamt 40 neue Standorte hinzukommen. Dafür plant die DFH ein Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro ein. Neun neue Vorzeigehäuser sind aktuell bereits zur Besichtigung bereit.

Markt für Fertighäuser wächst

Mehr als 16,5 Prozent aller privaten Eigenheime entstehen in Deutschland derzeit in Fertigbauweise. Seit Jahren steigt der Marktanteil, denn immer mehr Bauherren erkennen die Vorteile energieeffizienter, langfristig nachhaltiger Häuser in Fertigbauweise. „Es sind nicht mehr allein praktische Vorteile wie die kurze Bauzeit, die für ein Fertighaus sprechen. Bauherren achten heute auf mehrere ökologische, ökonomische und auch soziale Aspekte“, so Sapper. „Wer aktuell baut, möchte zum Beispiel wissen, wie es um die Wertstabilität, die langfristigen Energie- und Instandsetzungskosten und die Zukunftsfähigkeit seiner Immobilie bestimmt ist.“

Mit der Konzernentwicklung zufrieden: Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Fertighaus Holding AG (Foto: DFH)
Mit der Konzernentwicklung zufrieden: Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Fertighaus Holding AG (Foto: DFH)

Nachhaltiges Bauen im Fokus

Mit innovativen Hauskonzepten treibt die DFH das nachhaltige Bauen in Deutschland voran. „Immer mehr Bauherren nutzen die Niedrigzinsphase dazu, die gesparten Finanzierungskosten in nachhaltige, zukunftsorientierte Häuser zu investieren“, erklärt Sapper. Seit Mai ermöglicht das Fertighausunternehmen seinen Baufamilien, schlüsselfertige oder malervorbereitete Eigenheime ohne Mehrkosten nach dem DGNB-Kriterienkatalog zertifizieren zu lassen.

Ein neutraler Auditor koordiniert den gesamten Ablauf und reicht die benötigten Unterlagen bei der DGNB ein. Dort erfolgt dann die individuelle Auszeichnung – je nach Erfüllungsgrad gibt es das Zertifikat in Bronze, Silber, Gold oder Platin. „Bauherren können sich auf ein unabhängiges, anerkanntes Gütesiegel verlassen, das die besonders hohe Qualität, Wertsubstanz und Zukunftsfähigkeit ihres nachhaltig gebauten Eigenheims belegt“, so DFH-Chef Sapper.

Über Markus Burgdorf 207 Artikel
Markus Burgdorf ist Journalist und PR-Berater im Bereich Immobilien. Seit vielen Jahren schreibt er über alles, was mit Immobilien zusammenhängt. Er wohnt selbst in einer ehemaligen Schule, die er mit seiner Partnerin zum Wohnen und Arbeiten umbaut.

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