Gute Lage reicht nicht mehr – Energieeffizienz bestimmt die Preise von Häusern
26. August 2011Bislang gab es immer nur eine Antwort auf den Wert einer Immobilie: „Lage, Lage, Lage“ – das seien die drei wichtigsten preisbildenden Elemente bei Immobilien, so Immobilienexperten. Doch dieser Grundsatz gilt nicht mehr uneingeschränkt, denn heute zählt mehr als jemals zuvor die Energieeffizienz – gerade bei Wohnimmobilien. Das Hausbauunternehmen OKAL weist darauf hin, dass die Energieverbrauchswerte zum wesentlichen Faktor bei der Kaufentscheidung werden.
Der Immobilienmarkt ändert sich, fast unmerklich aber konstant. Fragte man noch vor Kurzem Immobilienexperten nach den Faktoren, die den Wert einer Immobilie ausmachen, so bekam man schmunzelnd die Antwort „Lage, Lage und nochmals Lage“. Es kam also einzig und allein darauf an, wo die Immobilie gebaut worden war, wie die Infrastruktur vor Ort war und wie „gut“ die Gegend. Heute ist das nicht mehr so einfach, denn die Zeiten haben sich geändert. Die Energieeffizienz von Gebäuden wird immer wichtiger.
Wer heute eine Immobilie kauft, möchte sicher sein, dass die Nebenkosten ihn nicht zu stark belasten. Und so gibt es mittlerweile, gerade im Bereich der Gebrauchtimmobilien, selbst in besten Lagen Angebote, wo nur noch der Grundstückspreis berechnet wird, manchmal – so zum Beispiel bei 50er- und 60er Jahre Häusern oder alten Villen – wird sogar der Grundstückspreis abzüglich der Abrisskosten für die Bestandsimmobilie angesetzt. Das Haus wird damit zum belastenden Faktor, der Wert des Hauses ist auf 0 Euro gesunken.
Alt gegen neu
Eine schöne Villa aus der Kaiserzeit. Hochherrschaftlich und begehrenswert. Großzügig, hohe Decken, schöne Flügeltüren, Stuck und ein großes Grundstück. Eigentlich ein Traum. Schaut man aber genauer hin und lässt sich die Heizölabrechnungen und Wartungsrechnungen zeigen, wird aus der Traumimmobile schnell ein Albtraum. 8.000 Liter Öl pro Jahr im Schnitt sind weder zeitgemäß noch umweltgerecht. Die Nebenkosten eines solchen Hauses sind eine Art zweite Hausrate. Da macht es schon kaum noch einen Unterschied, dass das eigentliche Haus verschenkt wird und man nur die Kosten für das große Grundstück zahlt. Eine Komplettsanierung der Haustechnik, Elektrik und Dämmung geht dabei so ins Geld, dass ein Abriss und Neubau nicht wesentlich mehr kostet.
Eine neu gebaute, moderne Stadtvilla von OKAL wird ohne Aufpreis als KfW- Effizienzhaus 55 ausgestattet. Der Fertighaus-Anbieter hat diese Aufwertung neu gebauter Häuser vor wenigen Wochen eingeführt. Das bedeutet: Geringe Energiekosten von Anfang an. Eine Frischluftheizung, die fossile Energie spart und besondere Dämmung von Wänden, Fenstern, Türen, Dach und Böden. Zeitgemäßes Wohnen mit Stil – man muss dabei nicht einmal auf die hohen Decken verzichten – denn OKAL Stadtvillen bieten eine Raumhöhe von ca. 2,80 m. Das Haus wird individuell konzipiert und passt so besser zu den Wünschen der Bauherren, als jede Gebrauchtimmobilie.

OKAL baut die modernen Stadtvillen als KfW-Effizienzhaus 55 - das sichert die Bauförderung, niedrige Unterhaltskosten und sichert den Wert. Häuser, mit veralteter oder nicht optimaler Ausstattung werden dagegen weiter an Wert verlieren. (Bild: OKAL Haus GmbH)
Weiterverkauf nicht ausgeschlossen
Wer heute ein Haus baut, bleibt nicht unbedingt sein Leben lang in dem Haus wohnen. Durch den Arbeitsplatzwechsel in eine andere Stadt oder sich ändernde private Lebenssituationen kann es notwendig oder gewünscht sein, das Haus wieder zu verkaufen. Gut, wenn das Haus dann energetisch wettbewerbsfähig ist. Denn nur so kann es einen marktüblichen Preis erzielen. Wurde bei den „inneren Werten“ des Hauses dagegen gespart, kann es sein, dass man auf dem Haus sitzen bleibt oder es nur mit großen Preisabschlägen verkaufen kann.


Mark Diez 16. September 2011 um 10:26
Sehr interessanter Artikel und vor allem vor dem Winter werden die Leute sicher noch wesentlich stärker darauf achten, da die “Bedrohung Nebenkosten” dann natürlich wesentlich präsenter ist. Dies kann man natürlich auch mit der Lage kombinieren, denn wer an einem warmen Ort wohnt, wird auch weniger auf die Energie- bzw. Wärmeeffizienz achten, jedoch ist dann auch die Lage das größere Kriterium.