Jedes Haus braucht eine Taschenlampe – besser eine LED-Taschenlampe
13. September 2009Ist Ihnen das auch schon mal passiert? Es ist dunkel – und gerade da fällt der Strom aus? Oder die Glühbirne im Keller versagt plötzlich und im Raum ist die Hand vor Augen nicht zu sehen? Also ich habe eine Taschenlampe. Ein großes, schweres Ding, man nennt sie Stabtaschenlampe. Mit der war ich bisher zufrieden.
Das hat sich nun geändert. Ich bekam von der Firma Zweibrüder Optolectronics einen LED Lenser M1 zum Testen geschickt. Das ist sozusagen der moderne Urenkel der Taschenlampe. So wie man herkömmliche Glühbirnen nicht mehr verwenden sollte, so wird man nach der Inbetriebnahme des LED-Lensers nie wieder freiwillig eine herkömmliche Taschenlampe nutzen wollen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim LED Lenser um eine LED Taschenlampe. Ich möchte Sie nicht mit Ausführungen zur LED-Technologie langweilen, deshalb nur so viel: LED steht für Light Emitting Diode und ist eine elektronische Lichtquelle, die in einem komplizierten Verfahren hergestellt wird. Die Lebensdauer ist bis zu 1000mal länger als die der herkömmlichen Glühbirnen, sie erzeugen kaum Wärme und sparen Strom. Eine Glühbirne verbraucht 13mal mehr Batterien als moderne LEDs.
Beim ersten Auspacken habe ich mich wohl verhalten, wie jeder neugierige Endverbraucher. Erstmal auspacken und probieren. Der LED-Lenser wird in einer kleinen Box geliefert. Ein Aufkleber weist darauf hin, dass sich unter dem Träger, auf dem die Taschenlampe ruht, noch eine Nylontasche befindet. Die Batterien sind dabei. Also schraubt man die LED Taschenlampe auf und schiebt die Batterien rein. Beim LED Lenser M1 muss man dafür zweimal hinsehen. Ein Kollege und ich bestückten die Lampe nacheinander mit den Batterien, aber es kam kein Licht. Erst beim zweiten Hinsehen und Vergleichen der + und – Kennzeichnung wurde uns bewusst, dass wir hier den Fehler gemacht hatten.

Der LED Lenser M1 ist besonders hochwertig und edel ausgeführt. (Foto: Hausbauunternehmen.info)
Umso erstaunter waren wir, als wir den LED Lenser das erste Mal anschalteten. Obwohl draußen die Sonne schien, konnte man die Leuchtkraft bereits deutlich sehen. Am Abend nahm ich den Lenser dann mit nach Hause, wo mein Sohn immer schon auf mich wartete und mit großen Kinderaugen fragte, ob ich ihm etwas mitgebracht habe.
Ich sagte ihm, dass wir jetzt einen Test machen würden. Holte die alte Taschenlampe, die immer auf dem Sicherungskasten steht und nahm sie in die eine Hand, die LED Hochleistungs-Taschenlampe in die andere. Schon der Test im Hausflur war eindeutig. Fast weißes, klares, konturiertes Licht aus dem LED-Lenser, nur ein müdes, gelbliches Licht aus der Taschenlampe. Der Kleine juchzte und wollte den Lenser sofort haben. Ich sagte ihm, dass er vorsichtig sein müsse, weil das Licht ihn blenden könne. „Lass uns rausgehen“, schlug er vor und so gingen wir in den Garten, wo es inzwischen schon stockfinster war. Wir leuchteten dies und jenes an und es war erstaunlich, wie stark das Licht aus der kleinen LED Lampe war. Über die Straße konnten wir den Nachbarn erschrecken und sein Wohnzimmer fast taghell erleuchten. In den etwas trüben Himmel gehalten konnte man den Weg des Lichts gut verfolgen, es schien fast bis zum Mond zu reichen. Zwischendurch machte ich immer wieder den Vergleich zur konventionellen Lampe, es ist ein Unterschied, wie Tag und Nacht.
Inzwischen habe ich mich etwas eingelesen. Der LED-Lenser von Zweibrüder Optoelectronics erzeugt einen Lichtstrom von 155 Lumen und besitzt sogar einen kleinen Mikroprozessor. So kann man die Lampe auch in den Verteidungsmodus, ja wirklich, schalten und einen Angreifer mit Stroboskop-Blitzen aus der Lampe blenden. Es gibt einen Sparmodus, der Strom spart und die Batterie länger halten lässt. Dafür nutzt die Taschenlampe dann nur 15% ihrer Lichtleistung. Der Sparmodus eignet sich zum Beispiel im Auto, wenn das Licht den Fahrer nicht blenden soll. Man kann – das hatten wir auch ohne Lesen herausgefunden – den Fokus verändern. So kann man das Licht auf einen Punkt konzentrieren oder einen größeren Bereich ausleuchten.

Der LED Lenser M1 nutzt eine Lithium-Ionen-Batterie für die enorme Lichtleistung. Ein Täschchen mit Karabiner-Haken gehört genauso zum Lieferumfang, wie die Batterie. (Foto: Hausbauunternehmen.info)
Der LED Lenser kommt mit einer so genannten Smartcard, einer kleinen, grafischen Bedienungsanleitung, die man mitnehmen kann, aber eigentlich ist die Funktion, wenn man es einmal ausgetestet hat, ja bekannt und die Smartcard beschreibt nur die drei Betriebsarten und wie man drücken muss, um diese aufzurufen:
- 15% Modus (blendfrei),
- Strobe-Modus (Lichtblitze zur Selbstverteidigung oder zum auf sich aufmerksam machen)
- 100% Modus (Normalfall, volle Leuchtkraft)
Die Taschenlampe macht einen sehr hochwertigen Eindruck, das Gehäuse besteht aus matt-schwarz lackiertem Aluminium mit feiner Riffelung, bei einer Länge von nur 9,7 Zentimetern wiegt die Lampe 78 Gramm, das gefühlte Gewicht liegt höher, aber das kann an der massiven Verarbeitung liegen.
Zum Schluß noch eine Anmerkung zum Preis: 62 Euro für den LED Lenser M1 sind nicht gerade billig, aber dafür erhält man Qualität und ein Produkt, das die Anforderungen an eine moderne Taschenlampe Taschenlampe mehr als erfüllt. Ich zumindest habe die alte Taschenlampe inzwischen entsorgt.
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