Bundeskabinett beschließt: 53 % Baukostenförderung für Effizienzhäuser
1. April 2009Am 1. April 2009 löst der neue Begriff Effizienzhaus das bisherige KfW Energiesparhaus ab. Damit werden die Voraussetzungen für die Einführung der EnEV 2009 geschaffen. Beim Verbraucher ist diese Änderung bislang nicht angekommen und die Verunsicherung der Bauherren ist nach Untersuchungsergebnissen der Dr. Berkle Meinungsforschung immens. Nun hat das Bundeskabinett die wohl größte Eigenheimförderung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland angeschoben: Im Rahmen des Konjunkturpakets III, für das insgesamt 27 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, erhalten Bauinteressenten, die bis zum 1. Juni 2009 einen Bauantrag für ein Effizienzhaus 55 stellen, 53 Prozent der Baukosten von den örtlichen Bauämtern erstattet. Die Höchstgrenze für Förderungen wurde auf einen Hauspreis von 500.000 Euro festgelegt.
Dazu genügt die Vorlage eines Hausbauvertrages in Kombination mit dem genehmigten Bauantrag der jeweiligen Kommune. Das Geld wird nach dem Windhund-Prinzip ausgezahlt. Auf der Webseite des Bundesministeriums für Wohnungsbau wird dazu in den nächsten Tagen neben genaueren Informationen und downloadbaren Anträgen auch ein Zähler eingerichtet, der den aktuellen Stand des Fördertopfes darstellt. Die KfW äußerte sich kritisch zu der Förderung und ging damit auf Distanz zur Politik: Man habe in den letzten Jahren zahlreiche Förderprogramme aufgelegt, die ordentlich und konsequent durchgeführt worden wären. Das aktuelle Förderprogramm Effizienzhaus sei blinder Aktionismus, für den auch die zahlen müssten, die keinen Hausbau planen würden.
Werner Mörtel vom Bundesverband der Bauunternehmer begrüßte die Förderung und regte an, diese bis zum 31. Dezember auszudehnen und den Fördertopf zu verdoppeln. Die Zahl der Arbeitslosen könnte, insbesondere in handwerklichen Berufen, durch das Förderprogramm signifikant gesenkt werden, dadurch würde sich der erweiterte Fördertopf von selbst bezahlen. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee wies die Forderung von Mörtel in einer eilends einberufenen Pressekonferenz zurück. Statt froh zu sein und frisch ans Werk zu gehen, werde der Politik wieder der Arm ausgerissen, obwohl man der Bauindustrie doch gerade den kleinen Finger gereicht habe. Er mahnte zur Zurückhaltung mit weiteren Forderungen, bei einem Durchschnittsbaupreis von 200.000 Euro für ein Effizienzhaus würde die Förderung immerhin für 254.000 neue Häuser reichen.
Weitere Informationen erteilt das örtliche Bauamt, hier können auch Reservierungen der Fördermittel beantragt werden.



admin 1. April 2009 um 19:46
Schade, schade, aber das war tatsäcchlich nur ein Aprilscherz. Also bitte nicht mehr beim Bauamt anrufen (die Leitungen müssten jetzt auch wieder frei sein).