Interview mit Jürgen Dawo, Gründer und Franchise-Geber von Town & Country
7. Februar 2009

Town & Country Gründer Jürgen Dawo
Town & Country entwickelt sich seit Jahren entgegen den Branchentrend und hat es in nur zehn Jahren zu einem der führenden Massivhausanbieter Deutschlands geschafft. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?
Mit unserer Idee, den systemischen mit dem individuellen Hausbau zu verbinden, treffen wir nach wie vor den Nerv der Zeit. Denn wir ermöglichen auch Normalverdienern, sich den Traum von ihren eigenen vier Wänden zu erfüllen und für ihr Alter vorzusorgen.
Dabei denken wir mit dem Kopf unserer Kunden. Das bedeutet, dass wir unsere Produkt- und Serviceleistungen nach den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden ausrichten, sie permanent optimieren und weiterentwickeln. Daneben kommt dem Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens Town & Country sowie dem Qualitätsmanagement eine besonders hohe Bedeutung zu. Town & Country versteht sich als ein „lernendes Unternehmen“ und legt besonders viel Wert auf die fortwährende Weiterentwicklung der Partner und deren Mitarbeiter.
Vor dem Hintergrund von Klimawandel und Ressourcenknappheit rücken Energiesparhäuser in den Fokus des allgemeinen Interesses. Welche Strategie verfolgt Town & Country in diesem Zusammenhang?
Town & Country hat schon sehr früh begonnen, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ökologie zu beschäftigen. 85 Prozent unserer Häuser erfüllen schon heute die Anforderungen neuen Energieeinsparverordnung EnEV 2009, die voraussichtlich dieses Jahr in Kraft treten wird. Zur positiven Klimabilanz unserer Massivhäuser trägt auch die Tatsache bei, dass unsere Franchise-Partner sämtliche Baustoffe über den regionalen Handel beziehen und die Lieferwege so kurz gehalten werden. Mit der Entwicklung des Solarhauses sind wir 2007 einen Schritt weitergegangen und haben die Möglichkeit zur eigenen Energieerzeugung geschaffen. Unser Ziel ist es, Energiesparen für jedermann zum Standard zu machen und so günstige Betriebskosten zu bieten.
Im November 2008 ist Town & Country eine Kooperation mit WeberHaus eingegangen und bietet seitdem auch ein Holzhaus an. Warum?
Wir beobachten seit einiger Zeit einen Trend zur ökologischen Holzfertigbauweise, den wir für Town & Country frühzeitig nutzen möchten. Hinzu kommt unsere klare Fokussierung auf unsere Zielgruppe der Normalverdiener-Haushalte, die wir mit diesem kostengünstigen Haus weiter ausbauen können. Mit WeberHaus haben wir dabei einen idealen Partner gefunden, der die gleichen hohen Qualitätsansprüche wie wir an sein Produkt stellt.
Weiterhin hat Town & Country die drei Hausbau-Schutzbriefe erweitert. Reichte das bisherige Leistungsspektrum nicht mehr aus?
Für viele Menschen bleibt der Traum vom Eigenheim deshalb lebenslang ein Traum, weil sie das finanzielle Risiko scheuen. Zum einen befürchten sie Nachfinanzierungen insbesondere während der Bauphase, zum anderen haben sie Angst vor unvorhersehbaren Lebensereignissen, die sie die finanzielle Belastung nicht mehr tragen lassen.
Mit den erweiterten Leistungen unserer Hausbau-Schutzbriefe, der FinanzierungSumme-Garantie und dem 20 Jahre NotfallHilfeplan, gehen wir genau diese Risiken aktiv an und bieten unseren Kunden zusätzliche Sicherheiten – von der Unterzeichnung des Kaufvertrages bis zur Zahlung der letzten Rate.
Wo sehen Sie die Vorteile von Franchise bei der Expansion von Town & Country?
Franchise ermöglicht es uns, das gesamte Town & Country-Konzept einheitlich mit selbstständigen Unternehmern in den jeweiligen lokalen Märkten umzusetzen. Als Denk- und Innovationszentrale lautet unser Wahlspruch dabei: „Unser Geschäft ist es, dafür zu sorgen, dass unsere Partner bessere Geschäfte machen.“ Daneben profitiert der Einzelne insbesondere von Einkaufsvorteilen und Marketingaktionen, auf die es gerade in dem Segment für preis-wertes Bauen ankommt, und natürlich der starken Marke Town & Country.
Was sollte ein Franchise-Partner für die Selbstständigkeit mit Town & Country mitbringen?
Auf jeden Fall Spaß am Umgang mit Menschen. Partner, die nicht nur für den Verkauf, sondern auch für die Fertigstellung unserer Massivhäuser sorgen, sollten zudem über Führungseigenschaften verfügen. Denn für eine Person alleine ist Verkaufen, Bauen und Abwickeln nicht möglich. Stattdessen kommt es darauf an, ein kompetentes Team rund um den Hausbau zu koordinieren und zu führen.
Als Partner von Town & Country sollte man sich außerdem um die Bedeutung seiner Stellung in der Gesellschaft bewusst sein. Schließlich wird es der Town & Country Partner sein, der in den kommenden Jahren dem „Normal-verdiener“ den Einzug in die eigenen vier Wände ermöglichen wird. In Zeiten sinkender Renten werden diese von der Bevölkerung immer dringender benötigt. Denn wer bis zum Renteneintritt nicht in seinen bezahlten, eigenen vier Wänden lebt, wird in den nächsten 20 bis 30 Jahren Schwierigkeiten haben, seinen dritten Lebensabschnitt zu gestalten.

