“Drei” unter einem Dach – Mehrgenerationenhäuser im Trend
22. Dezember 2008Angesichts des demographischen Wandels rücken “Mehrgenerationenhäuser” als Wohnform der Zukunft immer öfter in den Blickpunkt. In der Realität sind sie noch die Ausnahme: Nur in einem Prozent der deutschen Haushalte lebten 2005 drei oder mehr Generationen unter einem Dach.
“Die demographischen Herausforderungen werden nachhaltige Auswirkungen auf den privaten Wohnungsbau haben”, sagt Thomas Kaczmarek, Geschäftsführer der BetonMarketing Deutschland GmbH. In einer gemeinsamen Initiative mit der Zeitschrift “Schöner Wohnen” zur Entwicklung zukunftsfähiger Häuser hat die Zement- und Betonindustrie mit dem Architektenbüro Lohmann aus Rotenburg/Wümme einen Prototypen entwickelt, der seit 2008 im oberschwäbischen Bad Wurzach steht: Zwei locker verbundene Gebäudekörper haben eine Gesamtwohnfläche von gut 235 Quadratmetern. Mit getrennten Eingängen, einem gemeinsamen Innenhof und zwei separaten Terrassen bietet das Haus Möglichkeiten zur Gemeinsamkeit wie zum ungestörten Rückzug.

Das Energiekonzept des Hauses hat Vorbildcharakter bei der Ressourcenschonung. Das Gebäude weist durch die Verwendung massiver Betonwände als Wärmespeicher einen Energiebedarf im Bereich des KfW40-Standards auf und kann aus Mitteln der KfW Förderbank unterstützt werden. Die Nutzung einer Wärmepumpe ist von vornherein vorgesehen, weitere Techniken wie Solar- und Regenwassernutzung sind integrierbar





