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Ausweispflicht für Wohnhäuser

22. Dezember 2008

Künftig genügt Mietinteressenten ein Blick in den Energieausweis eines Gebäudes, um tendenziell abzuschätzen, welche Nebenkosten für Heizung und Warmwasser auf sie zukommen. Und auch Hausbesitzer können von der Ausweispflicht profitieren, die ab 2009 für alle Wohngebäude gilt. Denn ein gutes Abschneiden dokumentiert, dass die Mieter mit geringeren Nebenkosten rechnen können. So wird die Akzeptanz für eine höhere Grundmiete verbessert.

"Bei weiter steigenden Energiekosten werden sparsame Immobilien in der Mietergunst steigen", ist Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur (dena) überzeugt. "Was für die Verbraucher beim Energieeffizienzlabel auf dem Kühlschrank oder der Waschmaschine längst selbstverständlich ist, wird auch für die Wohnung gelten: Begehrt ist, was sich im grünen Bereich bewegt. Denn bei hohen Energiekosten nutzt auch eine günstige Grundmiete wenig", so Kwapich weiter.

Mit dem Energieausweis können Mieter und Käufer die Nebenkosten besser einschätzen

Alles im grünen Bereich? Der Energieausweis hilft Mietern bei der Einschätzung künftiger Energiekosten. Foto: djd/Deutsche Energie-Agentur

Ähnlich wie bei den Elektrogeräten zeigt im Energieausweis eine farbige Skala von Grün nach Rot Mietern oder Kaufinteressenten, wie der energetische Zustand der Immobilie ist (mehr Infos unter www.dena-energieausweis.de). Vor der Unterzeichnung eines Mietvertrags lohnt sich auch ein Blick auf die Modernisierungsempfehlungen, die dem Energieausweis beiliegen müssen. "Man kann ruhig mal nachfragen, ob und wann der Vermieter Sanierungen plant", rät Kwapich.

 

 

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