Dunkelheit macht Diebe: Wirkungsvoller Einbruchschutz legt Langfingern das Handwerk

22. Oktober 2008

Die Polizei hat sich längst darauf eingestellt, viele private Haushalte jedoch nicht: Dunkelheit ist Einbruchszeit – 63,5 Prozent der Einbrüche finden zwischen Dämmerung und Morgengrauen statt. Während der Spätherbst- und Wintermonate beobachtet die Kriminalpolizei in manchen Regionen eine Verdoppelung der Einbruchdelikte. Bis zu 20 Prozent über dem Jahresdurchschnitt liegen bundesweit der Januar und Februar.

Verantwortlich dafür sind das frühe Hereinbrechen der Dunkelheit sowie die Abwesenheit vieler Hausbewohner wegen Winterurlaub oder einem Skiwochenende – über 90 Prozent der Delikte finden in Abwesenheit der Bewohner statt.

Einbruchschutz ist Profisache

Ein Drittel aller Einbruchversuche scheitert an geeigneter Sicherheitstechnik. Die meisten Diebe geben auf, wenn sie nach fünf Minuten noch nicht im Haus sind. Diese Quote könnte nach Meinung des Bundesverbands der Hersteller- und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V. (BHE) deutlich höher liegen, wenn die technischen Möglichkeiten des mechanischen und elektronischen Einbruchschutzes konsequenter genutzt würden. Wo typische Schwachstellen liegen und wie sich die Sicherheitslage verbessern lässt, zeigen auf der Website www.bhe.de einige Praxisbeispiele. Dort finden Interessierte auch eine ausführliche Datenbanksuche nach Sicherheitsfirmen in ihrer Nähe, die ein detailliertes Sicherheitskonzept und unverbindliche Preisangebote ausarbeiten.

Nach einem Einbruch kämpfen die Betroffenen oft nicht nur mit dem materiellen Schaden, sondern auch mit einem anhaltenden Bedrohungsgefühl. Foto: djd/"Nicht bei mir"

Nach einem Einbruch kämpfen die Betroffenen oft nicht nur mit dem materiellen Schaden, sondern auch mit einem anhaltenden Bedrohungsgefühl. Foto: djd/"Nicht bei mir"

Sicherheit gehört nach Überzeugung des BHE in Expertenhände und ist nichts für Do-it-yourself-Fans. Denn Einbaufehler oder übersehene Schwachstellen können die Sicherheit zunichte machen – Einbruchschutz ist immer nur so gut wie seine schwächste Stelle.

Alarmanlage macht Diebe dingfest

Neben gut abgestimmter Schloss- und Beschlagtechnik an Türen und Fenstern schaffen Alarmanlagen ein hohes Maß an Sicherheit. Einbruchmeldeanlagen etwa reagieren unmittelbar auf unbefugtes Eindringen, entweder mit akustischer und optischer Warnung an Bewohner und Räuber oder mit lautloser Alarmweiterleitung an die Polizei oder eine Sicherheitsfirma.

 Mit Abstand am häufigsten dringen Einbrecher über Terrassen- und Balkontüren in Einfamilienhäuser ein. Foto: djd/Bundesverband der Hersteller und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V.

Mit Abstand am häufigsten dringen Einbrecher über Terrassen- und Balkontüren in Einfamilienhäuser ein. Foto: djd/Bundesverband der Hersteller und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen e.V.

Richtiges Verhalten für besseren Einbruchschutz

  • Geöffnete oder gekippte Fenster sind eine Einladung für Einbrecher.
  • Türen sollten nicht nur ins Schloss gezogen, sondern immer verriegelt werden.
  • Zeitschaltuhren für die Beleuchtung täuschen Anwesenheit vor, wenn die Bewohner verreist sind. Tagsüber geschlossene Rollläden lassen dagegen auf Abwesenheit schließen – auch hier kann eine Zeitschaltung sinnvoll sein.
  • Auch ein überfüllter Briefkasten weist auf Abwesenheit hin – ein netter Nachbar ist bestimmt bereit, ihn regelmäßig zu leeren und nach dem Rechten zu sehen.

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