Wenn Blitze richtig teuer werden: Schutz für Elektronik
22. März 2008
Wird durch einen Blitzschlag ein Feuer verursacht wird, so sind die Schäden durch die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Viel öfter sorgt der Blitz aber für Schäden, weil er beispielsweise in die Dachantenne fährt und im Stromnetz des Hauses eine Überspannung auslöst. Das kann teure Geräte wie Computeranlagen oder hochwertige Fernseher in Sekundenschnelle zerstören. Während solche Fälle noch Anfang der 90er Jahre praktisch keine Rolle spielten, zahlten die deutschen Versicherer 2006 bereits für rund 450.000 Überspannungsschäden etwa 240 Millionen Euro. Damit sind Blitze nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für ein Fünftel der gesamten Ausgaben in der Hausratversicherung verantwortlich – Tendenz "dank" Klimawandel steigend.
Eine indirekte Blitzfolge ist nur dann mitversichert, wenn in der Police ausdrücklich Überspannungsschäden eingeschlossen sind. Überprüfen Sie deshalb Ihre Versicherungspolice, ob die Überspannungsschäden eingeschlossen sind.
Sinnvoll ist es auch, hochwertige Elektrogeräte über Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz abzusichern. Ich habe zum Beispiel alle Computer ausschließlich an solchen Mehrfachstecksdosen mit Überspannungsschutz angeschlossen. Das hilft auch, denn ein Blitz würde nur den Überspannungsschutz in der Steckdose zum Schmelzen bringen.
Die Versicherungen reagieren auch auf die steigende Blitzgefahr: Wer beispielsweise beim Direktversicherer Neckermann Versicherungen einen Hausrat-Schutzbrief abschließt und Überspannungsschäden bis zu einer Höhe von zehn Prozent der Versicherungssumme absichert, zahlt in der Tarifzone 1 für eine 150 Quadratmeter große Wohnung jährlich insgesamt 47,61 Euro. Dieser Tarif sieht allerdings leider eine Selbstbeteiligung von 150 Euro vor – der Hausrat ist bis zu einer Versicherungssumme von 97.500 Euro geschützt.

