Vorsorge gegen Brand und Rauch
20. Dezember 2007
Auf rund 2,5 – 3 Milliarden Euro schätzen Experten die unmittelbaren Schäden, die in Deutschland jährlich durch Feuer und Rauch verursacht werden. Foto: djd/Techem Energy Services
Warnsysteme schützen Menschenleben und verringern Brandschäden
2,5 bis 3 Milliarden Euro beträgt die Schadenshöhe durch Feuer in Deutschland – pro Jahr. Rechnet man noch Brandfolgeschäden dazu, schätzen Experten wie der Diplomingenieur Thomas Deckers von der Feuerwehr Wuppertal die Gesamthöhe der Schäden sogar auf ca. 30 Milliarden Euro. Schwerer als die materiellen Verluste wiegt aber die Zahl der Todesopfer und der Verletzten – 600 bis 800 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch Rauchvergiftung oder Feuer, rund 60.000 Verletzte sind zu beklagen, von denen im Schnitt 10 Prozent und mehr schwerste Verletzungen erleiden.
Deutlich weniger Opfer durch Rauchwarnmelder
Um rund 40 Prozent könnte die Zahl der Rauchgasverletzten und -toten nach Expertenmeinung gesenkt werden, wenn flächendeckend Rauchwarnmelder in den Wohnungen und Häusern installiert würden. Denn diese Zahlen wurden etwa in den USA, Großbritannien und Schweden ermittelt, seitdem die Installation der Warngeräte in diesen Ländern Pflicht ist.
Zuverlässigen Schutz bieten sie aber nur, wenn ihre Funktion auch regelmäßig kontrolliert wird. Im Eigenheim ist die Wartung meist Sache des Hausbesitzers, in Mietwohnungen dagegen ist der Vermieter verantwortlich. Und der scheut die Installation oft genau deswegen: Die Wartung in vermieteten Wohnungen ist wegen der Terminabstimmung mit den Bewohnern gerade in Häusern mit vielen Wohneinheiten aufwändig und zeitraubend.
Pilotprojekt stößt auf positive Resonanz
"Niemand wird Zugang zu den Wohnungen unserer Mieter erhalten müssen, um die Rauchwarnmelder zu überprüfen. Das war für uns ein wesentlicher Punkt", berichtet Günter Malner, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Bad Doberan e.G. Die Genossenschaft ließ in einem Pilotprojekt 1.398 Wohneinheiten von dem Energiedienstleister Techem mit Rauchwarnmeldern ausstatten. Die Geräte werden per Funk ferngewartet, so dass zur Funktionskontrolle die Wohnung des Mieters nicht betreten werden muss. "Die Mieter begrüßen es, dass die Genossenschaft an den Schutz des Lebens und darüber hinaus auch an die Erhaltung der Wohnraumsubstanz denkt", so Malners Resumee heute.





